SG Attendorn/Ennest II – TSG Siegen II 21:27 (12:15)

 

Nach dem spannenden Spiel gegen Fellinghausen freuten sich die Spieler der 2. Welle des TSG auf ein entspanntes Auswärtsspiel beim Tabellenletzten aus Attendorn. Fröhlich belud man also den TSG Bus und fuhr bei strahlendem Regenwetter gen Attendorn. Eine gute Leistung zeigte hierbei unser Busfahrer Lukas, der uns souverän kutschierte und das Spaßgefährt, wie beim Spiel am Kreis gelernt, in eine dafür vorgesehene riesige (Park-)Lücke bugsierte.

Nachdem wir also angekommen waren und uns umgezogen hatten übernahm Micha alias Lümmel das Aufwärmen und heizte uns mit präzisen Kommandos, wie:“Beine vorne hoch!“(Skipping) richtig ein.

In der Ansprache vor dem Spiel lobte unser Trainer Igor noch einmal unsere grandiose Leistung, die wir beim Warm machen gezeigt hatten, da wir wohl den unbedingten Siegeswillen (nicht) ausstrahlten. Aber egal… wichtig ist, was am Spielfeld passiert!

So war das Ziel klar: Gegen den Tabellenletzten musste gewonnen werden!

Gesagt- getan: Das Spiel begann für die TSG wider erwartend richtig gut und so lag man nach kurzer Spielzeit mit 2:0 hinten.

Ja, richtig gelesen. Die von uns gestellte 6:0 Abwehr stand zuerst überhaupt nicht gut und im Angriff sah man gegen die gegnerische 5:1 Abwehr auch eher bescheiden aus.

Da unsere Mitte beim Angriffsspiel raus genommen wurde mussten Lösungen über Halb-Halb- oder Kreis- und Außenpositionen gesucht werden. Dies gelang dann auch, so konnte sich Eric z.B. mit wunderschönen Rückraumwürfen in Szene setzen, genau so wie Christian auf der anderen Halbposition oder unsere Außen Lauryn und Micha, die nach einfachen Stößen auf die gegnerische Abwehr zu Torwürfen kamen. Unser nach Verletzungspause wieder ins Team zurück gekehrte Mittelmann Lukas „Lulatsch“ konnte sich zudem in einigen 1 gegen 1 Situationen durchsetzen und Tore für unser Konto erzielen. Ebenso wusste sich unser Neuzugang Kevin sehr gut auf Mitte in Szene zu setzen und mit gekonnten Ballaktionen und mit Blick für seine Mitspieler an wichtigen Angriffen beteiligen. Danke schon mal für zwei Kisten Bier wegen dem ersten Spiel und dem ersten Tor für die TSG!

Bis zur Mitte der ersten Hälfte hatten wir uns so eine knappe Führung erkämpft, aber den Gegner durch unsere gastfreundliche Abwehrarbeit aber immer am Leben gehalten.

Die zwischenzeitlich von uns gespielte 5:1 Abwehr mit Freddy vorne vor erzielte leider nicht die gewünschte Wirkung und so blieben die Attendorner dran.

So gingen wir dann mit einer knappen 12:15 Führung in die Pause. In der Pausenansprache wurden die Fehler noch einmal resümiert und Lösungen besprochen. Es wurde festgehalten, dass es ein Witz sei gegen diesen Gegner nicht schon deutlicher zu führen und den Sieg somit schon sicher zu haben.

Weil wir von der 2. Mannschaft Spannung so sehr lieben, ließen wir den Gegner zu Beginn der 2. Hälfte großzügig auf einen Zähler herankommen, bis wir wieder einigermaßen begannen Handball zu spielen und das umzusetzen, was in der Kabine besprochen wurde.

Es wurde nämlich konsequent vermieden aus aussichtsreicher Position im Angriff abzuschließen und der Ball dahin gepasst, wo die meiste Gegenwehr zu erwarten war.

Doch irgendwie schafften wir es unser Angriffsspiel zur Mitte der 2. Halbzeit zu beruhigen und unsere Angriffe sicherer aus der wieder gespielten 6:0 Abwehr aufzubauen.

Ca. 10 Minuten vor Ende kam der Gegner dann auf die glorreiche Idee offene Manndeckung zu spielen, um das Heft noch irgendwie an sich reißen zu können.

Doch wir, wie im Training gelernt, wussten was zu tun war und bewegten uns ohne Ball in die freien Räume. So konnte sich bsw. Max geballte zwei mal eiskalt von Linksaußen durchsetzen und den gegnerischen Torhüter vernaschen., wie es sonst nur der großartige Mark hätte tun können, der aber leider nicht anwesend war, weil er in Köln eine Verabredung zum Bier trinken hatte.

Fünf Minuten vor Ende hielt es dann unseren Trainer nicht mehr auf der Bank und er betrat selbst das Spielfeld. Bei unserer mittlerweile komfortablen Führung von 5 Toren war er sich wohl sicher, das von seiner chaosstiftenden Spielweise wohl keine Gefahr mehr für uns ausgehen würde. Unser Trainer bewies somit wieder sein goldenes Händchen bei Einwechselungen und so konnten wir das Spiel am Ende mit 21:27 für uns entscheiden.

Aber so richtig konnten wir uns nicht über den Auswärtssieg freuen, dafür war die an diesem Tag gezeigte Leistung einfach zu grenzwertig. Wichtig ist unter dem Strich, dass wir die zwei Punkte mit ins Siegerland nehmen und unsere Tabellenposition in der goldenen Mitte somit festigen konnten.

Die 2. Mannschaft der TSG Siegen bleibt sich somit dem Motto treu: „Zwar nicht schön gespielt, aber dafür auch nicht selten.“

Effektivität ist alles, ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss und in diesem Sinne uns allen ein schönes spielfreies kommendes Wochenende.

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