Das letzte Spiel für uns in diesem Jahr fand auswärts in Drolshagen statt. Anpfiff war am Samstag um 19:30 Uhr. Für uns war klar, dass wir dieses Spiel gewinnen wollten, um das Jahr positiv ausklingen zu lassen. Geklungen hat zuerst aber einmal etwas anderes, und zwar unsere mitgebrachte Musikanlage, die wir in unserer Umkleidekabine auf maximaler Endstufe laufen ließen, um uns schon mal richtig einstimmen zu können. Nach dieser auditiven Aufwärmmaßnahme ging es dann über zum körperlichen Aufwärmen. In schmaler Halle war es für unseren breiten Kader von 15 Mann schwer in einer Linie zu laufen, doch unter dem Kommando von Lukas ‚Lulatsch‘ ging es dann doch. Gut aufgewärmt und eingespielt ging es dann zur Begrüßung des Gegners und zum Beginn des Spiels. Wir hatten den Ball zu Anfang, doch aus dem ersten Angriff konnten wir leider kein Tor mitnehmen. In der Abwehr konnten wir aber ebenso den ersten Angriff des Gegners abwehren und daraus den Ball selber in der „Zwoten Welle“ nach vorne tragen, um ihn unter der Latte ins Tor zu versenken: Bumm! Ein Signal für ein interessantes, engagiertes und mit Kampfgeist besetztes Spiel, das uns bevorstand. Die ersten 25 Minuten Spiels waren geprägt von sehr guter Abwehr auf unserer Seite. Wir standen sicher in unserer aggressiven 6:0-Deckung. Der Rückraum des Gegners wurde von unserer Seite aus gut angegangen und der Kreisläufer sicher gedeckt. Eine sehr schöne Teamleistung, die uns gezeigt hat, dass wir auch Spaß beim Abwehrspiel haben können. So konnten wir bis kurz vor der Pause eine 8:12 Führung für uns verbuchen. Leider konnten wir diese nicht mit in die Pause nehmen, da durch einige Auswechselungen unsere Abwehr löchriger wurde und sich der gegnerische Kreisläufer in Szene setzen konnte. Also 12:12 zur Pause.
Sch…. ade! Das war der Gedanke zur ersten Halbzeit. Nein, wir wollen uns hier nicht die Butter vom Brot nehmen lassen! Mit dieser Trotzhaltung ging es dann wieder raus zur zweiten Halbzeit.
Und? Ja, lief wieder! Hinten standen wir wieder sicher und vorne klingelte es. Bester Torschütze war sicherlich Lulatsch mit mindestens drei, aber weniger als zwanzig Treffern. Hingucker waren sicherlich auch Erics Querpässe von Halb nach Halb oder Außen durch die Hosenträger der gegnerischen Abwehr. Aufs Tor werfen können die anderen nämlich auch ganz gut, wie Mark von Rechtsaußen  unter Beweis stellte. Mit einer galanten Fassrolle (Körpertäuschung) konnte er mehrmals zum Wurf und Torerfolg kommen. Auch David, wohl von Mark inspiriert, wollte unbedingt von Außen werfen und ließ sich gerne vom Gegner nach Außen schieben, leider mit mäßigem Erfolg. Besser gelangen ihm die Tore in Kombination mit Lulatsch auf der Mitte oder mit Igor oder Lukas am Kreis. Ein großes Lob muss man auch an unseren Torhüter Jones aussprechen, der gut gehalten hat und wichtige Bälle entschärfen konnte. Mit seinem Killerblick schaffte er es sogar die gegnerischen Siebenmeter am Tor vorbei fliegen zu lassen. Trainingscharakter erreichte das Spiel, als der Gegner fünf Minuten vor Schluss begann offen zu decken, um den Ball schnell zurück zu erobern. Hat aber nicht geklappt. Wir konnten den Ball unserer Seits gut halten und nach vorne zum Torerfolg tragen. Das 30. Tor der Herzen erzielte schließlich Lauryn mit einem Tempogegenstoß zum 23:28 Endstand für uns. Wir zeigten uns nach dem Spiel freudig und zufrieden, denn wir haben souverän gewonnen. Sichtlich begeistert zeigte sich auch unser Trainer Igor, dem es besonders gut gefiel, die im Training behandelten Inhalte auf dem Spielfeld umgesetzt gesehen zu haben, wie z.B. das Stoßen der Außenspieler im Angriff.
Zurück in unserer Kabine konnte der Sieg bei Musik und Bier köstlich gefeiert werden.
Ein schöner Abschluss für uns für dieses Jahr.
Vielen Dank an alle Spieler die dabei waren, auch wenn einige keinen Einsatz hatten. Gewonnen haben wir durch unseren gezeigten Teamgeist und zum Team gehören alle Spieler. Nun geht es erst einmal in die Weihnachtspause. Trainingsauftakt im neuen Jahr ist der 5. Januar. Unser nächstes Heimspiel ist am 16. Januar zu Hause gegen Lüdenscheid III.

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