TuS Fellinghausen 2 – TSG Siegen II 24:28 (16:16)

 

Am Samstag ging es für die Mannen der „Zwoten“ ins nördliche Siegerland, besser gesagt nach Kreuztal zum Auswärtsspiel gegen Fellinghausen. Nach der knappen Heimniederlage gegen den VfL Bad Berleburg wollten wir unbedingt wieder gewinnen und uns unserem internen Saisonziel, der mindestens 20 Pluspunkte, wieder einen Schritt nähern. Nachdem es in der vergangenen Woche erst hieß, dass wir zu wenig Spieler hätten, reisten wir doch mit einem 14 Mann starken Kader an, inklusive unserer Geheimwaffe Sascha. Unser Aufwärmen verlief wieder einmal reibungslos und konzentriert bei schöner Fellinghäusener-Partymusik. Vor dem Anpfiff legte unser Trainer Igor uns die heutige taktische Marschroute vor, die gegen einen körperlich robusten Gegner, eine stabile 6:0 Abwehr, schnelle Gegenstöße über Außen und wenn möglich einen geordneten Angriff in der 2. Welle vorsah. Die erste Sieben sah zu Spielbeginn wie folgt aus: Max, Eric, Lulatsch, David, Igor, Mark und Jonas im Tor. Wir hatten den Anwurf zu Beginn des Spiels und kamen auch gleich sehr gut in die Partie. Mit Druck über die linke Seite konnte die gegnerische Abwehr erstmals in Bedrängnis gebracht werden, sodass Lücken in der Mitte und auf der rechten Seite entstanden, die wir für Abschlüsse nutzten. Als Folge daraus stelle der Gegner nach unserem 4. Angriff seine Abwehr um und nahm unseren Halblinken Eric in kurze Manndeckung. Von da an hieß es für uns das Spiel vorne breit zu machen und fünf gegen fünf auf die zwangsläufig größeren Lücken zu stoßen. Durch unseren großen Kader konnten wir sehr gut durchwechseln und mussten uns konditionell nicht einschränken. So kamen zusätzlich Lauryn, Kevin, Christian, Joscha und unser Verletzungsrückkehrer Lukas zum Einsatz. In der Folge konnten wir im ersten Durchgang einfache Tore erzielen, aber auch der Gegner hatte in der ersten Halbzeit der Partie einen guten Zug zum Tor. Besonders über die linke Angriffsseite und die Mitte konnten sich die Fellinghäusener in eins gegen eins Situationen durchsetzen und zum Abschluss kommen. Die zwei für sie gepfiffenen Siebenmeter konnte der Gegner verwandeln, ebenso wie die, die Christian für uns traf.

Schließlich ging es dann mit einem 16:16 Unentschieden in die Halbzeitpause. In der Pause konnten wir noch einmal taktisch nachjustieren und besonders das Problem des Angriffs aus der 2. Welle ansprechen, der in der ersten Hälfte nicht gut genug zum Einsatz kam. Zu Beginn der 2. Hälfte standen dann Sascha, Eric, Lulatsch, Lukas, David, Steffen und Jonas auf der Platte. Auch in dieser Spielhälfte wurde unser Halblinker kurz gedeckt, sodass wieder eine fünf gegen fünf Situation im Angriff entstand. Hinten mussten wir aufpassen, dass durch den vorgezogenen Abwehrspieler keine Konter gelaufen wurden, dies gelang, bis auf ein mal, auch gut. Hinten im Abwehrverbund standen wir jetzt auch stabiler, denn wir konnten gut auf die gegnerischen Spielzüge reagieren und anlaufende Spieler früh bekämpfen. Doch dann passierte es: Ein wuchtiger Wurf des Gegners, der von Linksaußen warf, traf unseren Torhüter Jonas mitten ins Gesicht. Ein grober Fehler des Gegners, denn auf einmal war in Jonas etwas aufgeweckt worden, das seit Anbeginn des Spiels wohl geschlafen hatte und nun erweckt war. Jonas hielt von da an fast jeden gegnerischen Wurf und fing an seinen Torhüterjob verdammt erst zu nehmen. Gut für uns, schlecht für den Gegner. Zehn Minuten vor Schluss konnten wir uns dann mal mit zwei Treffern vom Gegner absetzen.

Die Führung deutlicher auszubauen misslang aber erst einmal, weil Lauryn drei Tempogegenstöße hintereinander den Ball in Bad Berleburg-Gedächtnismanier an den Pfosten und die Latte setzte. Letztlich ließen wir in der Abwehr aber nichts mehr anbrennen und lagen drei Minuten vor Schluss mit drei Treffern vorne. Eine offenen Manndeckung der Gegner in der letzten Minute konnten wir gut umspielen und nahmen zwölf Sekunden vor Ende noch eine Auszeit, um noch einen letzten Spielzug anzusagen. Mit der den letzten Spielsekunde klingelte es dann zum letzten mal im gegnerischen Kasten, zum 28:24 Endstand für uns. Am Ende ein verdienter Sieg für die Jungs von der „Zwoten“, dank stabiler Abwehrleistung und konditioneller Überlegenheit in der zweiten Halbzeit. Vielen Dank noch mal an Sascha für sein Aushelfen, hier sieht man noch mal wie wertvoll Erfahrung auf dem Spielfeld doch sein kann. Unser nächstes Spiel findet am Samstag in eigener Halle um 17 Uhr gegen Attendorn/Ennest 2 statt. Mit einem Sieg können hier schon die 20 Pluspunkte, die wir erreichen wollen, erspielt werden.

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